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Quellen

Der Weg des Schweigens — Meister Eckhart

Meister Eckhart (um 1260–1328) predigte auf Mittelhochdeutsch — und wurde dafür vom Papst verfolgt. Die hier versammelten Zeilen folgen der kritischen Ausgabe seiner Deutschen Werke (Kohlhammer) und der deutschen Übertragung von Josef Quint, der beide Bände selbst herausgegeben hat.

Die Schrift

Von Eckhart ist keine einzige Zeile eigenhändig erhalten. Alles, was wir haben, sind Abschriften von Abschriften — Predigten, die Zuhörer mitschrieben und Klöster weitergaben. Ein Teil dessen, was unter seinem Namen überliefert ist, gilt heute als unecht oder umstritten; die Forschung hat den Kern über Jahrzehnte freigelegt. Der berühmte Traktat „Von dem Fünklein der Seele" gehört nicht dazu — er ist nach dem Urteil der kritischen Ausgabe nicht von Eckhart. Was auf dieser Seite zitiert wird, steht im authentischen Bestand: Predigten, deren Echtheit die Ausgabe der Deutschen Werke trägt.

Alle Zitate auf diesem Weg sind sinngemäß wiedergegeben. Eckharts Mittelhochdeutsch ist dicht, mehrdeutig und verträgt keine wörtliche Übertragung in einen Satz. Quints Übersetzung bleibt die Grundlage; die Formulierungen hier atmen sie, ohne sie zu wiederholen.

Die Fundstellen

I · Das Fünklein — Predigt 2 (DW I) und Predigt 48 (DW II)

II · Gelassenheit — Predigt 86 (DW III)

III · Die Geburt — Predigten 101 und 104 (DW IV,1)

IV · Der Durchbruch — Predigt 52 (DW II)

V · Die Wüste — Predigt 48 (DW II) und Predigt 9 (DW I)

Die Wege

Wer tiefer lesen will, dem seien drei Wege genannt.

Josef Quint: Meister Eckhart. Deutsche Predigten und Traktate (Hanser/Ziegelmann, zuerst 1955) — die deutsche Übertragung des Herausgebers der kritischen Ausgabe selbst; der Standard, dem diese Seite folgt.

Meister Eckhart, Die deutschen Werke (Kohlhammer, seit 1936) — die kritische Ausgabe, an der keine Eckhart-Forschung vorbeikommt; dort stehen die mittelhochdeutschen Texte mit dem Apparat ihrer Überlieferung.

Beginne mit dem Anfang — mit einer einzigen Predigt. Predigt 52 trägt in wenigen Seiten alles, was dieser Weg ist.

Die Linie ins Dunkel

Die Worte fallen weiter in den Grund.

Sie versprechen nichts.

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